Kaufberatung
Pergola-Seitenlösungen vergleichen: ZIP, Glas oder offen?
Offen für freie Wege, ZIP gegen seitliche Sonne und Einblicke, Glas für Aussicht mit zusätzlicher Abschirmung: So wählen Sie die Seiten Ihrer AERA nach Ihrem Alltag.
13. Oktober 2026

Offene Seiten passen zu einem frei zugänglichen Sitzplatz, ZIP-Screens zu seitlichem Sonnen- und Sichtschutz, Schiebeglas zu einem geschützteren Platz mit freiem Blick. Glas und ZIP lassen sich auch kombinieren. Wenn Sie Pergola-Seitenlösungen vergleichen, ist deshalb nicht die umfangreichste Ausstattung automatisch die beste, sondern die passende Lösung je Seite. Bei der freistehenden Aluminium-Pergola Arrigato AERA können Sie diese Wahl auf Ihre Aussicht, Ihre Nachbarschaft und Ihre täglichen Wege abstimmen.
1. Entscheiden Sie nach Blick, Nutzung und Zugang
Die entscheidende Frage lautet: Was soll eine bestimmte Seite im Alltag leisten? Zum Garten möchten Sie vielleicht ungehindert hinausgehen, am Essplatz die tief stehende Abendsonne abfangen und zur exponierten Seite hin weniger Zugluft spüren. Eine einheitliche Ausstattung rundum ist dafür nicht zwingend sinnvoll. Zeichnen Sie jede Seite Ihrer geplanten AERA ein und ordnen Sie ihr eine Hauptaufgabe zu. So vermeiden Sie, dass zusätzlicher Schutz ausgerechnet den schönsten Ausblick oder den wichtigsten Durchgang einschränkt.
- Freie Bewegung hat Vorrang: Eine offene Seite lässt den Zugang dauerhaft frei und benötigt keine Bedienung.
- Seitliche Sonne und Einblicke stören: ZIP ist die gezieltere Wahl; die tatsächliche Abschirmung hängt unter anderem vom Gewebe und den Lichtverhältnissen ab.
- Die Aussicht soll erhalten bleiben: Klares Schiebeglas schirmt seitlich ab, bietet aber keinen eigentlichen Sichtschutz.
- Aussicht und zeitweise Privatsphäre sind gleich wichtig: Prüfen Sie Glas plus ZIP.
- Die Nutzung ist noch nicht klar: Lassen Sie die Vorbereitung für eine spätere Ergänzung ausdrücklich mitplanen.
2. Offen: maximale Verbindung zum Garten
Offene Seiten bewahren den Charakter eines luftigen Aussenplatzes. Das ist besonders angenehm, wenn Kinder zwischen Rasen und Terrasse wechseln, Gäste von mehreren Richtungen zum Tisch kommen oder die Lounge optisch Teil des Gartens bleiben soll. Zugleich fehlen seitliche Barrieren gegen Wind, tief stehende Sonne und Einblicke. Auch ein geschlossenes Lamellendach ersetzt keinen seitlichen Schutz vor schräg einfallendem Regen. Offen ist deshalb eine bewusste Nutzungsentscheidung – nicht bloss die Variante mit weniger Ausstattung.
- Besonders passend für geschützte Sitzplätze und Seiten mit häufigem Durchgang.
- Keine zusätzlichen Glasflächen oder Screengewebe, die gereinigt werden müssen.
- Weniger geeignet, wenn seitliche Sonne oder fehlende Privatsphäre die Nutzung bereits heute einschränken.
- Eine offene Gartenseite lässt sich sinnvoll mit einer geschützteren Seite am Ess- oder Loungeplatz verbinden.
3. ZIP-Screens: Schutz nur dann, wenn Sie ihn brauchen
ZIP-Screens sind sinnvoll, wenn Sie tagsüber Offenheit schätzen, zu bestimmten Zeiten aber seitliche Sonne oder Einblicke reduzieren möchten. Bei der Arrigato AERA ist die ZIP-Führung in das Pfostenkonzept integriert; die Screens reichen bis zum Boden. Heruntergefahren verändern sie jedoch auch den Blick nach draussen. Wie transparent oder abschirmend die Fläche wirkt, hängt vom gewählten Gewebe, vom Blickwinkel und von der Helligkeit auf beiden Seiten ab. Vollständige Blickdichtheit – insbesondere bei beleuchtetem Sitzplatz am Abend – sollten Sie deshalb nicht voraussetzen. Ein Screen ist zudem keine dichte Glaswand.
- Gute Wahl für einen Essplatz, an dem tief stehende Sonne seitlich blendet.
- Für Seiten mit Blickkontakt zur Nachbarschaft die gewünschte Abschirmung bei Tag und am Abend besprechen.
- Bei einem Durchgang berücksichtigen: Ein bis zum Boden geschlossener Screen muss zum Passieren geöffnet werden.
- Für exponierte Standorte die zulässige Nutzung des Screens bei Wind separat klären; Werte der Pergola-Konstruktion nicht pauschal auf die Seitenlösung übertragen.
4. Schiebeglas: Aussicht bewahren, Öffnungsflächen mitdenken
Die optionale 8-mm-Schiebeverglasung passt zu Sitzplätzen, an denen Sie den Garten sehen und sich zugleich stärker gegen seitlichen Wind und Niederschlag abschirmen möchten. Klares Glas ersetzt allerdings weder Sonnenschutz noch Privatsphäre. Bei der AERA besteht jeder Glasabschnitt aus vier Paneelen in einer 2+2-Anordnung: Je zwei Paneele links und rechts gleiten relativ zueinander. Für die Planung zählt deshalb nicht nur die Breite der Seite, sondern auch, wo die verschobenen Paneele stehen und welche Durchgänge tatsächlich frei werden. Die AERA in 3 × 7 m besteht aus zwei Modulen à ca. 3,5 × 3 m. Ihre lange Seite umfasst zwei Glasabschnitte mit jeweils vier Paneelen.
- Die gewünschte freie Durchgangsbreite anhand der konkreten Paneelstellung prüfen, statt eine vollständig freizugebende Seite vorauszusetzen.
- Tisch, Stühle und Lounge so platzieren, dass die Verglasung erreichbar und bedienbar bleibt.
- Zugänglichkeit für die Reinigung beider Glasflächen sowie der Führungsbereiche berücksichtigen.
- Für warme Tage ausreichend Öffnung und Luftaustausch einplanen: Verglasung macht die Pergola nicht zu einem isolierten Wintergarten.
5. Glas plus ZIP: sinnvoll bei wechselnden Bedürfnissen
Glas und ZIP ergänzen sich dort, wo eine einzelne Lösung den Alltag nicht ausreichend abdeckt. Das Glas erhält die Aussicht und schafft eine seitliche Barriere; der Screen kann bei Bedarf die Sonneneinstrahlung und Einblicke reduzieren. Das ist beispielsweise für einen Loungeplatz interessant, den Sie nachmittags offen und am Abend zurückgezogener nutzen möchten. Die Kombination bedeutet aber auch mehr Bedienvorgänge, zusätzliche Reinigungsflächen und einen grösseren Ausstattungsumfang. Sie ist dann überzeugend, wenn Sie beide Funktionen regelmässig brauchen – nicht allein, weil sie möglich ist.
- Glas allein wählen, wenn Aussicht und seitliche Abschirmung zählen, Einblicke aber kaum stören.
- ZIP allein prüfen, wenn vor allem Sonne und Privatsphäre das Problem sind.
- Beides dort einplanen, wo sich Schutzbedürfnisse im Tagesverlauf tatsächlich verändern.
- Häufig genutzte Zugänge möglichst einfach halten und die Bedienfolge von Glas und Screen vorab durchdenken.
6. Ihre Checkliste für Konfigurator und Beratung
Die AERA wird ausschliesslich freistehend angeboten; eine Wandmontage gehört nicht zum Standardangebot. Zur Wahl stehen 3 × 3 m, 3 × 4 m und 3 × 7 m, jeweils mit Type A Heavy-Duty als Standard. Für die Seitenentscheidung sind jedoch Ihre Nutzung und die Bedingungen am Standort wichtiger als eine möglichst lange Ausstattungsliste. Die verdeckte Verankerung wird standortbezogen geplant. Auch Seitenlösungen müssen in diese Planung und eine fachgerechte Montage einbezogen werden. Halten Sie Ihre Wünsche im Konfigurator fest und nutzen Sie die persönliche Beratung, um Öffnungsflächen, Kombinationen und eine mögliche spätere Ergänzung zu klären.
- Eine Skizze mit Gartenblick, Nachbarseite, Hauptzugang und Möbeln erstellen.
- Für jede Seite festhalten: offen, ZIP, Glas oder Glas plus ZIP – und den konkreten Grund dafür notieren.
- Seitlichen Sonnenstand und Einblicke zu den tatsächlich genutzten Tageszeiten beobachten.
- Bei Glas die Paneelstellungen und verbleibenden Durchgänge, bei ZIP den Zugang bei geschlossenem Screen prüfen.
- Eine gewünschte spätere Ergänzung ausdrücklich vereinbaren: Die Vorbereitung ohne späteren Austausch von Pfosten oder Hauptprofilen ist möglich, aber nicht pauschal bereits enthalten.
- Bewilligungsfragen für die geplante Ausführung bei der zuständigen Standortgemeinde klären.
Häufige Fragen
Kann ich zunächst offene Seiten wählen und später ZIP oder Glas ergänzen?
Ja, eine entsprechende Vorbereitung ist möglich, ohne später Pfosten oder Hauptprofile austauschen zu müssen. Sie muss jedoch für Ihre geplante Ausführung ausdrücklich vorgesehen werden. Lassen Sie festhalten, welche Seiten und welche spätere Ausstattung berücksichtigt werden; gehen Sie nicht davon aus, dass jede offen bestellte AERA automatisch vorbereitet ist.
Bin ich hinter einem ZIP-Screen am Abend vor Blicken geschützt?
Nicht unter allen Lichtverhältnissen gleich gut. Ist der Sitzplatz beleuchtet und die Umgebung dunkel, kann die Wirkung anders ausfallen als tagsüber. Besprechen Sie das konkrete Gewebe und Ihren Anspruch an Privatsphäre, statt vollständige Blickdichtheit vorauszusetzen.
Wird die AERA mit Glas und Heizstrahlern zum Wintergarten?
Nein. Auch eine verglaste AERA ist kein isolierter Wintergarten. Optional sind 0–2 Heizstrahler möglich, sie ersetzen jedoch keine gedämmte Gebäudehülle. Das Wärmeempfinden hängt unter anderem von Aussentemperatur, Wind, Öffnungsstellung und Sitzposition ab; eine bestimmte Raumtemperatur lässt sich daraus nicht garantieren.
Kann ich die AERA und ihre Seitenlösungen vor Ort besichtigen?
Aktuell gibt es kein AERA-Ausstellungsmodell. Arrigato GmbH befindet sich an der Langfeldstrasse 60 in 8500 Frauenfeld und hat keinen Standort in Zürich. Für die neue Linie AERA sind die ersten Auslieferungen ab Januar 2027 vorgesehen. Nutzen Sie die persönliche Beratung, um die Ausführung Ihrer Seitenlösungen vor der Bestellung zu klären.
Die passende Seitenlösung schützt dort, wo Sie es brauchen, und lässt offen, was Ihren Sitzplatz besonders macht. Legen Sie im AERA-Konfigurator Ihre Grösse und die gewünschten Seitenoptionen fest. Wenn Aussicht, Sichtschutz und freie Durchgänge miteinander konkurrieren, bringen Sie eine Skizze in die persönliche Beratung mit – so lässt sich die Auswahl konkret auf Ihren Alltag abstimmen.
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